
Ich muss meine Zunge küssen, aber ich kann nicht! – Jazz und Literatur
Ein Abend mit Texten von Erich Fried und Jazz-Improvisationen mit Viola und Querflöte
Erich Fried war nicht nur ein großer Dichter, sondern auch ein humorvoller, wunderbarer Mensch! Er war bemüht, Gegensätze zusammenzubringen, Widersprüchliches, scheinbar Widersprüchliches in eine Kommunikation zu bringen. Er war eben ein Mensch!
Hariolf Schlichtig und August Zirner versuchen anhand von seinen gesprochenen Gedichten und Kurzgeschichten, sein Leben sichtbar und hörbar zu machen. Nicht zuletzt führt das dann auch dazu, dass improvisierte Musik entsteht, die versucht Erich Fried’s Wesen hörbar zu machen.
August Zirner, geboren 1956 in Urbana (Illinois USA), ist ein US-amerikanisch-österreichischer Schauspieler und Musiker, der in über 140 Filmproduktionen mitgewirkt hat. Er kam als einziges Kind österreichischer Emigranten jüdischer Herkunft in den Vereinigten Staaten zur Welt und besitzt bis heute die amerikanische Staatsbürgerschaft. Seit 1973 lebt August Zirner in Europa. Sein Vater gründete an der Universität von Illinois die Opernschule an der er auch erste Bühnen und musikalische Erfahrungen machen konnte. 1973 kehrte er nach Wien in die ehemalige Heimat seiner Eltern zurück um am Max Reinhardt Seminar Schauspiel zu studieren. Es folgten erste Theater Engagements in Wien, Hannover und Wiesbaden. Von 1981 – 1989 war Zirner Ensemblemitglied der Münchner Kammerspiele. Danach arbeitet er als freiberuflicher Schauspieler und spielte am Theater in der Josefstadt, am Burgtheater Wien, Zürcher Schauspielhaus, Thalia Theater und bei den Salzburger Festspielen. Ab 2015 spielte er am Münchner Volkstheater „Nathan der Weise (120 Vorstellungen). Ab 1990 hat er verstärkt auch in Film und Fernsehen gearbeitet. Bekannte Filme sind „Das Versprechen“ von Margarethe von Trotta, „Wut“ von Züli Aladag (für den er den Grimme Preis bekam), „Stadtgespräch“ von Rainer Kaufmann, „Pünktchen und Anton“ von Carolin Link, „Die Fälscher“ von Stefan Ruzowitzky (der Film bekam den Oscar als bester fremdsprachiger Film). Seit 1998 kümmert sich Zirner wieder verstärkt um seine musikalische Seite und um das Querflöte spielen. Er wirkt als Sprecher bei Konzerten zum Beispiel Leonard Bernsteins „Kaddish“ Symphonie oder den „Gurre“ Liedern von Arnold Schönberg oder „Invisible Man“ nach Ralph Ellison das er zusammen mit seinem Lehrer Jim McNeely und der HR Bigband als erstes Jazzmelodram entwickelt hat. Eigene Projekte auch mit Querflöte entstehen wie: „Diagnose: Jazz“, „Frankenstein“, „Der Kleine Prinz“ für Sprecher, Querflöte und Kontrabass (mit Kai Struwe) und „Transatlantische Geschichten“ zusammen mit Sven Faller (Kontrabass).
Der 1950 geborene Bratschist Hariolf Schlichtig hat sich als Kammermusiker, Solist und Lehrer in der Musikwelt einen Namen gemacht. Nach Studien bei Max Rostal und Sandor Vegh war er 19 Jahre lang Mitglied des Cherubini-Quartetts, mit dem er mehrere internationale Wettbewerbe gewann, nahezu die ganze Welt bereiste, vielbeachtete CD-Aufnahmen machte, und bei international herausragenden Festivals auftrat. Als Solist spielte er u.a. in der Kölner Philharmonie, im Münchener Herkulessaal, im Conservatoire von Brüssel, bei den Wiesbadener Maifestspielen, beim Bonner Beethovenfest, unter der Leitung von Andras Schiff bei „Omaggio a Palladio“ im Teatro Olimpico in Vicenza, im Casinosaal Basel und 2006 in der Tonhalle Zürich und in der Carnegie Hall in New York. Mit Partnern wie z.B. Leonidas Kavakos, Andras Schiff, Heinz Holliger, Emmanuel Pahud, dem Alban Berg Quartett und im Ensemble Villa Musica ist er kammermusikalisch tätig, u.a. auch bei Festivals wie Edinburgh-Festival, Kunstfest Weimar, Schubertiade Schwarzenberg und Pfingstkonzerte Ittingen.
Seit 1987 ist Hariolf Schlichtig Professor für Viola und Kammermusik an der Hochschule für Musik und Theater in München und gibt zahlreiche internationale Meisterkurse. Aus seiner Klasse gehen immer wieder Preisträger großer Wettbewerbe hervor und viele seiner ehemaligen Studenten nehmen prominente Positionen im internationalen Musikleben ein. Mit dem Münchener Kammerorchester, mit dem ihn eine langjährige Zusammenarbeit verbindet, nahm er für TUDOR die Bratschenkonzerte von K. Stamitz, F.A. Hoffmeister und C.F. Zelter auf und brachte im März 2003 das Bratschenkonzert von Herbert Callhoff unter der Leitung von Christoph Poppen zur Uraufführung. Seine CD-Aufnahmen wurden mit dem Deutschen Schallplattenpreis, Echo Klassik, Diapason d’Or und Choc de la Musique ausgezeichnet. Hariolf Schlichtig ist Solist und Stimmführer der „Cappella Andrea Barca“, dem 1999 von András Schiff gegründeten und geleiteten Kammerorchester. Dieses Ensemble spielt jedes Jahr bei der „Mozartwoche“ in Salzburg, sowie in seiner „Wahlheimat“, dem Teatro Olimpico in Vicenza, ebenso auf den großen Konzertpodien weltweit. Mit den zeitgenössischen Komponisten Rudi Spring, Jörg Widmann, Aribert Reimann, Friedrich Cerha, Siegfried Matthus, György Kurtag, Heinz Holliger und Martin Christoph Redel hat er mehrfach zusammengearbeitet und deren Werke z.T. uraufgeführt. Seine eigene Musik entwickelt er seit 2001 gemeinsam mit dem Bildhauer und Musiker Paul Fuchs.
www.hariolfschlichtig.de
Programm:
Ein Abend mit Texten von Erich Fried und Jazz-Improvisationen mit Viola und Querflöte.
Kartenvorverkaufsstellen:
Regionale Tourist-Informationen sowie weitere VVK-Stellen von Ticket Scharf (u.a. Servus Heimat, Prien am Chiemsee und Kiosk am Maxplatz, Traunstein) oder per Email an ticket@sawallisch-stiftung.de bzw. telefonisch unter 08641/6998553.
ACHTUNG: Ticketanfragen werden von Montag bis Freitag 9:00 Uhr – 13:00 Uhr bearbeitet.
Etwaige Restkarten sind an der Abendkasse erhältlich.
Schüler und Studierende* frei
Hinweise zum Parken:
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Google-Maps Autohaus VW Oberauer: Kartenansicht
Textquelle: Künsler
Foto H. Schlichtig: ©Anne Hornemann
Foto A. Zirner: privat
