Das Leben des Stardirigenten Professor Wolfgang Sawallisch spielte auf den großen Bühnen der Welt – Als „Zuhause“ jedoch galt stets sein Heim in Grassau.

In dem urwüchsigen, vier Hektar großen Anwesen, befinden sich auf einer Anhöhe sein ehemaliges Wohnhaus sowie ein großzügiges Gästehaus. Es erwarten Sie zwei große Appartements, zwei Suiten sowie luxuriöse Wohn- und Aufenthaltsbereiche. Bezaubernde Waldwege mit Sitzgelegenheiten im Garten laden zur Ruhe oder anregenden Gesprächen ein.

Buchungslink Übernachtungen

Der Todestag von Maestro Sawallisch jährt sich bald zum vierten Mal. Aus diesem Anlass laden wir Sie zu einem besonderen Konzert ein!

 

Am Sonntag, den 19. Februar 2017 um 18:00 Uhr im

Kammermusiksaal im Haus Sawallisch

mit dem Ensemble des

Rodin Quartett

Sonja Korkeala und Gerhard Urban – Violine

Martin Wandel – Viola

Clemens Weigel –  Violoncello

spielen für sie:

Haydn:                     Streichquartett d-moll Op. 76/2 „Quinten-Quartett“

W.A. Mozart:           Streichquartett G-Dur KV 387 „Frühlings-Quartett

Mendelssohn:          Streichquartett e-moll Op. 44/2

Als Neuerung werden wir ab diesem Jahr unsere Eintrittskarten über Ticket Scharf anbieten. Der Eintrittspreis beträgt 25,00 € zzgl 2,00 € Vorverkaufsgebühr.  Der Kartenverkauf erfolgt  unter

Ticketbestellung Online

oder bei den bekannten Vorverkaufsstellen im Chiemgau (Tourist Informationen). Wir haben ein stark begrenztes Kontingent an Karten und bitte  Sie daher um rechtzeitige Bestellung!

Der Ticketpreis ist ohne Spendenanteil, wir danken Ihnen schon jetzt für Ihre zusätzliche finanzielle Zuwendung! Ab einem Betrag von 50 Euro stellen wir Ihnen eine Spendenquittung aus. Bitte hierzu bei Überweisung im Verwendungszweck unbedingt Ihre persönlichen Daten angeben! Für geringere und ebenso geschätzte Zuwendungen reicht der Kontoauszug als Beleg!

 

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Begeisterndes Benefizkonzert zugunsten seiner Musikstiftung

Welch‘ wertvolle Bestätigung für die Arbeit der Wolfgang Sawallisch-Stiftung und für das Grassauer Musikleben, wenn Musiker der Bayerischen Staatsoper aus der Landeshauptstadt in den Chiemgau reisen, um hier im Gedenken an Wolfgang Sawallisch für seine Stiftung zu spielen! So geschehen am 3. Todestag des Dirigenten und Grassauer Ehrenbürgers, der am 22. Februar 2013 in Grassau verstorben war.

Der Geiger Professor Markus Wolf, 1. Konzertmeister im Staatsorchester seit 1989, hatte noch unter Sawallischs Leitung an der Staatsoper gespielt; daher rührt auch seine enge Verbindung zu Grassau. Hier war er bereits fünfmal mit dem ganzen Staatsorchester und Generalmusikdirektor Kent Nagano aufgetreten. Zum Gedenkkonzert im Grassauer Heftersaal waren an Wolfs Seite auf dem Podium: Arben Spahiu (2. Violine), Clemens Gordon (Viola), Emanuel Graf (Violoncello) und Professor Julian Riem am Flügel. Sie hatten zwei ganz gegensätzliche Stücke für dieses Kammerkonzert gewählt, nämlich Franz Schuberts ergreifendes Streichquartett Nr. 14, D 810 in d-moll („Der Tod und das Mädchen“) sowie Robert Schumanns kraftvolles Streichquintett op. 44 Es-Dur.

Das Streichquartett Nr. 14 von Franz Schubert (1797-1828) war 1824 entstanden. Es galt zunächst als unspielbar und wurde erst posthum veröffentlicht. Für Kammermusiker gilt es noch heute als sehr anspruchsvolles, aber auch hoch geschätztes Konzertstück. Die Münchner Musiker legten in Grassau höchste Konzentration in ihr Spiel. Abrupte Wechsel in Tempi und Dynamik charakterisieren die vier Sätze des Stückes. Den Interpreten, die jeder für sich höchste solistische Qualitäten zur Aufführung brachten, gelang es, die pessimistische Grundstimmung des Stücks vor allem im zweiten Satz, dem Andante, erlebbar zu machen. Trotz aller dramatischen Zuspitzungen in der Klangführung konnten sie den Zuhörern ein homogenes Klangerlebnis vermitteln.

Robert Schumann hatte sein Quintett 1842 in sehr kurzer Zeit geschrieben, es fiel in die Anfangsjahre seiner Ehe mit Clara, geb. Wieck, die bei der Uraufführung mit dem Leipziger Gewandhausorchester 1843 am Flügel saß und der das Werk auch gewidmet ist. Schumanns Kombination von Klavier und Streichquartett, damals völlig neu, etablierte einen Gattungstypus, den später viele Komponisten weiterführten. Ein besseres Konstrast-Erlebnis zum vorangegangenen Quartett als mit Schumanns Quintett hätten die Künstler nicht bieten können. Das in Es-Dur komponierte Stück sprühte vor Energie und Lebensfreude. Die Musiker boten dieses kammermusikalische Meisterwerk im Grassauer Heftersaal auf höchstem Niveau dar; klanglich stach auch hier die absolute Homogenität im Spiel hervor, der sich jeder der durchaus selbstbewussten Solisten ohne weiteres fügte.

Der Vorsitzende des Stiftungsvorstands der Sawallisch-Stiftung, Rupert Schauer, sprach voller Dankbarkeit darüber, dass die Stiftung solche Freunde in München habe. Ohne deren Hilfe und die Unterstützung weiterer Förderer wäre die musikalische Jugendförderung an der Musikschule Grassau nicht so weitreichend möglich. Das Publikum dankte den Münchnern mit überschwänglichem Beifall. Mit dem „Schatzwalzer“ von Johann Strauß in der Bearbeitung von Anton Weber gaben die Münchner dem, wie Wolf sagte, „traumhaften Grassauer Publikum“ noch eine charmante Zugabe. – ugr

 

Kammerkonzert_Staatsopernmusiker_2016_Mit JulianRiem

Das Jahr 2014 stand überall in der musikalischen Welt im Zeichen des 150. Geburtstags von Richard Strauss. Ganz besonders war man sich im Achental, wo der Komponist lange Jahre sein Sommerdomizil in Marquartstein hatte und wo er eine familiäre und schöpferische Heimat fand, dieses Anlasses bewusst. Denn auch Professor Wolfgang Sawallisch schätzte Richard Strauss außerordentlich.

Er war ihm in mehrfacher Hinsicht sehr verbunden: Die Werke von Strauss standen immer wieder im Mittelpunkt seiner Opern- und Konzerttätigkeit. Auch war Sawallisch Schirmherr der Richard Strauss-Gesellschaft in München und Gründungsmitglied des Richard Strauss-Förderkreises in Marquartstein.

In Sawallischs Haus am Kuchelner Berg steht noch heute im Musikzimmer eine Büste des Komponisten als Zeichen, wie nahe ihm Strauss war. In einem Interview 2007 betonte Sawallisch diese Nähe. Er sagte: Was Richard Strauss zu seiner Bindung an ‚Ort und Landschaft, Umgebung und Menschen‘ gesagt hat, geht mir nicht anders; und er muss den Chiemgau sowohl im allgemeinen wie im besonderen über alles geliebt haben, hat er doch einen großen Teil seiner schönsten und bekanntesten Lieder hier komponiert!“

Mehrere Veranstaltungen in Marquartstein und Grassau waren dem Komponisten Richard Strauss gewidmet:

  • Im Frühsommer errichtete die Gemeinde Marquartstein eine Stele mit einem Strauss-Portrait und dem Salome-Motiv am Ufer der Tiroler Ache, gestaltet von Angerer d. J.

 

  • Das Grassauer Blechbläser Ensemble präsentierte im Festsaal von Reit im Winkl seine neues Programm, das v. a. Richard Strauss galt.

 

  • Ein großer Festabend in Marquartstein fand im September statt. Zunächst brachte die Münchner Schauspielerin Jovita Dermota in einer Lesung die Person von Richard Strauss und seiner Frau Pauline de Ahna – sie hatten 1894 in der Marquartsteiner Burgkapelle die Ehe geschlossen – durch ihre Briefe menschlich nahe. Das folgende Konzert gestalteten das Grassauer Blechbläser Ensemble mit ihrem Strauss-Programm und die Duos Beatrice von Kutzschenbach (Klavier) und Udo Scheuerpflug (Tenor) sowie Stephanie Irányi (Sopran) und Asher Fisch (Klavier) mit Strauss-Liedern.

 

  • Im Oktober gab es einen Liederabend im Sawallisch-Anwesen mit der Sopranistin Brigitte Jäger und dem Pianisten Stellario Fagone die Strauss-Lieder darboten.

 

  • Eine besondere literarische Auseinandersetzung mit dem Komponisten ermöglichte die Regisseurin und Autorin Loretta Wollenberg, deren Stück „Die Reise“ in Grassau uraufgeführt wurde. Es thematisiert die letzten Lebensjahre von Richard Strauss.

 

  • Der November setzte die Serie Chiemgauer Veranstaltungen zu Strauss fort mit einem weiteren Liederabend des Tenors Udo Scheuerpflug und der Pianistin Beatrice von Kutzschenbach in Traunreut.

 

  • Auch die Marktkapelle Grassau hat sich mit Arbeiten des Jubilars auseinandergesetzt und seinen „Königsmarsch“ einstudiert. Unter Leitung von Wolfgang Diem wird er bei den Stefani-Konzerten im Dezember 2014 gespielt werden, die auch das Rondo aus dem Horn-Konzert von Richard Strauss im Programm haben (Gast-Solist: Sebastian Krause).

Die Wolfgang Sawallisch-Stiftung trauert um Herrn Professor Wolfgang Sawallisch, der am 22. Februar 2013 im 90. Lebensjahr verstorben ist. Er war einer der weltweit bedeutendsten Dirigenten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Wolfgang Sawallisch hatte vor mehr als 50 Jahren entschieden, seinen ständigen Wohnsitz in Grassau zu nehmen. In dieser Zeit führte ihn sein Beruf vielfach um den Globus. Zu Hause jedoch fühlte er sich in Grassau, und hier engagierte er sich in hohem Maße auch für das Musikleben in der Region.

Wer in seiner vor 10 Jahren gegründeten Stiftung zur Förderung des musikalischen Nachwuchses in Grassau mitarbeitete, durfte immer wieder die große, die berührende Freude der Begegnung mit ihm, die gewinnende Stärke dieser Persönlichkeit erleben. Seine Stiftung erfüllt das Ziel, junge Menschen zu fördern und an die Musik heranzuführen. Sein Leistungsanspruch war groß, begründet in seinem Vertrauen in das Wollen und Können der jungen Menschen. Sein Blick galt jedoch nicht nur der kulturellen Elite, sondern der lebensstärkenden und lebensbegleitenden Musik-Teilhabe. Dieser Weg steht vielen Menschen offen. Wolfgang Sawallisch ermöglichte etlichen von ihnen, ihrem Ziel nahezukommen.

Die Mitarbeiter der Stiftung und die durch ihn geförderten Jugendlichen danken dem Verstorbenen von Herzen. Stiftungsvorstand und Stiftungsrat sprechen, auch im Namen der vielen Unterstützer der Stiftung, ihren Respekt vor dem Menschen Wolfgang Sawallisch, ihre Bewunderung vor der Leistung des Dirigenten und ihre Dankbarkeit gegenüber dem großherzigen Stifter aus. Die Wolfgang Sawallisch-Stiftung wird sein Vermächtnis wahren und in seinem Sinne weiterarbeiten.

Wolfgang Sawallisch-Stiftung, Grassau

Stiftungsvorstand: Hubert Kamml (Vors.), Rupert Schauer
Stiftungsrat: Hans-Josef Crump (Vors.), Wolfgang Diem, Otto Dufter, Tobias Hörl, Albert Osterhammer