Am 21.7.2017 laden wir Sie von 16.00-18.00 sehr herzlich ein, das Anwesen, den Garten und das Gästehaus im Rahmen einer Führung zu besichtigen.

Um 18.30 findet das traditionelle Konzert mit den Lehrern der Musikschule Grassau statt.

Der Eintritt ist jeweils frei. Bitte reservieren Sie Ihren Platz für das Konzert mit einer Einlasskarte, die Sie in der Musikschule Grassau erhalten.

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Klaviermatinee Grassau zeigt sich als Geschenk

Grassau. Reich beschenkt von jungen Musikern sahen sich die Zuhörer im vollen Kammermusiksaal des Anwesens Wolfgang Sawallisch am Ende der alljährlichen Klaviermatinee. Sie hatten von den Jüngsten bis zu jugendlichen Wettbewerbsgewinnern überzeugt. Es war der Morgen der Klavierduos.

Kurz vor Ende des eineinhalbstündigen Konzertes stand Zuhörer Hans Josef Crump auf und wandte sich an Musikschüler und -lehrer. „Wir Zuhörer sind heute reichlich von Euch beschenkt worden. Für dieses Geschenk bedanken wir uns“, sprach er für die Zuhörer. „Diejenigen, die einmal etwas mit Musik zu tun hatten, wissen, wie viel Üben und Engagement dahinter steht. Ich danke vor allem den Eltern, die ihren Kindern so eine Ausbildung ermöglichen.“ Der heftig aufbrausende Beifall für diese Worte unterstrich, so dachten alle.

Sie standen noch ganz im Bann des Gehörten. In der ersten Hälfte des Konzertes traten junge Musikschüler im Duo aus Gleichaltrigen oder mit der Musiklehrerin an. Dass sie nahezu fehlerfrei ihre Stücke spielten, war das eine, besonders war aber, wie bereits die Jungen, die Stimmungen und Gefühle der Stücke vermittelten. Dabei hatten die Stücke durchaus ihren Anspruch an die jungen Musiker. Joseph von Radowitz spielte mit seiner Lehrerin Catalina Popovici Georg Ph. Telemanns ersten Satz Allegro der Sonata nach einer Fantasie von Telemann. Julia Bock bewältigte mit ihrer Lehrerin Elisabeth Nagl Tschaikowskis Herbstlied. Viktor Gruber ließ die Humoreske Opus 5 von Edvard Grieg hören.

Besonders wurde es im zweiten Teil des Vormittages, als die fortgeschrittene Schüler staunen machten. Besondere Akzente setzen die Tuba von Thomas Mix im Zusammenspiel mit Julia Kapellner am Flügel und Hornstudent Maximilian Schellenberger mit seiner Schwester Magdalena am Klavier. Die Italienische Polka von Sergei Rachmaninoff präsentierten Tochter Rebecca mit Vater Peter Schorr. Clara Buggisch spielte allein und mit  Kate Westermeier Tschaikowsky. Bianca Körtvelyessy trat allein bei Tschaikowskys Tanz der Zuckerfee und zusammen mit Christine Alf in Darius Milhauds Scaramouche an. Das war das vorletzte besonders beklatschte Stück, ehe Johanna Wander zusammen mit ihrer Lehrerin Catalina Popovici einen besonderen Abschluss mit der Romanze, dem zweiten Satz aus Mozarts Konzert in D-Moll setzte.

Die Schüler freuten sich selbst an den wunderbaren Konzertflügel der Stiftung der Wolfgang Sawallisch Stiftung, einem Bösendorfer Imperial und einem Steinway B Flügel. Auch finanziell investiert die Stiftung in die Ausbildung einzelner dieser Schüler.

Das besondere Konzertereignis der Klaviermatinee ist vor allem der Musikschullehrerin Beatrice von Kutzschenbach zu danken, auf die die Idee zurück geht und bei der die Organisation des Konzertes liegt. Ihr zur Seite steht Catalina Popovici. Beide unterrichten vor allem die fortgeschrittenen Schüler und engagieren sich daher besonders, den Schützlingen einen solchen Rahmen zu bieten. Das Publikum hat es ausgesprochen gefreut.

Im Mittelpunkt das Cembalo

Otto Dufter, der stellvertretende Leiter der Musikschule Grassau, kündigte bei seiner Begrüßung vor dem diesjährigen großen Schülerkonzert einen Überblick über die Musikschularbeit im laufenden Schuljahr an, und zwar in ausgesuchter Qualität, gespielt von fortgeschrittenen Schülerinnen und Schülern. Er behielt Recht. Das Konzert in der Aula der Grund- und Mittelschule Grassau war reich an ausgezeichneten Darbietungen. Was das Publikum in der voll besetzten Aula erlebte, zeigte einen hohen Ausbildungsstand an Blech- und Holzblasinstrumenten, an Zither, Diatonische Harmonika, Geige, Gitarre, Harfe, Klavier und Cembalo. Hier brillierten Schülerinnen und Schüler solistisch, und in Duos, Trios und Quartetten bewiesen die jungen Musiker ihr Können im Zusammenspiel. Die Musikschule Grassau ist äußerst findig im Zusammenstellen eigener Ensembles, z. B. ein Gitarrenquartett mit Kontrabass, Grass Brass, KnopfSoatnBlechBlosn, Salt ’n Pepper, Lonely Hearts Club Band.

Ein besonderer Programmschwerpunkt des Konzerts war das Cembalo. Dank  der Wolfgang Sawallisch-Stiftung verfügt die Musikschule Grassau über ein wertvolles zweimanualiges Instrument der Fa. Sperrhake. Die Pianistin und Musiklehrerin Beatrice von Kutzschenbach und einige Schülerinnen trugen speziell für Cembalo komponierte Stücke vor, um dieses Instrument, das seine Blütezeit vom 16. bis zum 18. Jahrhundert hatte, angemessen der Öffentlichkeit vorstellen zu können. Nicht bei jedem ist alte Musik besonders beliebt. Im Grassauer Schülerkonzert jedoch mit seinen gekonnten Darbietungen kam auch Johann Sebastian Bach gewitzt und frech rüber. Besonders apart waren die ungewöhnlichen Besetzungen wie Cembalo und Piccolotrompete (Florian Rödler), Cembalo und zwei Zithern – siehe Bild – ), Cembalo und Marimba (mit dem 16jährigen Schlagwerker Julian Steffl).

Neben dem Hörgenuss war augenfällig, wie begeistert sich die Jugendlichen „ihrer“ Musik widmen. Sie waren selbstbewusste Akteure in einem beachtlichen musikalischen Ereignis. Wie Musikschulleiter Wolfgang Diem in seinen abschließenden Worten sagte, liegt der Wert des Instrumentenlernens für junge Menschen nicht nur in guter musikalischer Betreuung durch die Lehrkräfte, sondern auch im Gruppenerlebnis durch Ensemblearbeit und in der wachsenden Erfahrung durch Auftritte. Alle Jugendlichen, die im Schülerkonzert zu hören waren, werden „mit Herzblut“ (Diem) durch die Musiklehrerinnen und –lehrer betreut und von der Wolfgang Sawallisch-Stiftung gefördert. ugr

Schülerkonzert2016

Volksmusikveranstaltung im Salzburger Freilichtmuseum

Am Sonntag, dem 19. Juni 2016, fand im Salzburger Freilichtmuseum in Großgmain eine Volksmusikveranstaltung unter dem Motto „Junge Musikanten – alte Höfe“ mit 35 Gruppen aus dem Salzburger Land und 16 Gruppen aus Bayern statt. Die jungen Musikanten waren im Museumsgelände auf sämtliche Höfe verteilt und begeisterten die Besucher mit ihrer Musik.

Von der Musikschule Grassau war die Knopf-Soatn-Blech-Blos´n dabei. Die Knopf-Soatn-Blech-Blos´n ist eine junge Tanzlmusi, die von der Sawallisch-Stiftung gefördert und von Otto Dufter geleitet wird. Ihre Mitglieder sind Katrin Hacher (Diatonische Harmonika), Marlies Hacher (Gitarre), Kilian Nißl (Trompete), Lukas Entfellner (Posaune) und Martin Osterhammer (Bassgeige).

Die Gruppe präsentierte sich hervorragend bei dieser Veranstaltung. Sie hatte sichtlich Freude daran, die Besucher mit ihrer Musik zu unterhalten. Die alten Höfe gaben eine gute Kulisse zu den volksmusikalischen Klängen der jungen Musikanten ab.

 

KnopfSoatnBlechBlosn_20160619 Salzburger Freilichtmuseum (5)

Begeisterndes Benefizkonzert zugunsten seiner Musikstiftung

Welch‘ wertvolle Bestätigung für die Arbeit der Wolfgang Sawallisch-Stiftung und für das Grassauer Musikleben, wenn Musiker der Bayerischen Staatsoper aus der Landeshauptstadt in den Chiemgau reisen, um hier im Gedenken an Wolfgang Sawallisch für seine Stiftung zu spielen! So geschehen am 3. Todestag des Dirigenten und Grassauer Ehrenbürgers, der am 22. Februar 2013 in Grassau verstorben war.

Der Geiger Professor Markus Wolf, 1. Konzertmeister im Staatsorchester seit 1989, hatte noch unter Sawallischs Leitung an der Staatsoper gespielt; daher rührt auch seine enge Verbindung zu Grassau. Hier war er bereits fünfmal mit dem ganzen Staatsorchester und Generalmusikdirektor Kent Nagano aufgetreten. Zum Gedenkkonzert im Grassauer Heftersaal waren an Wolfs Seite auf dem Podium: Arben Spahiu (2. Violine), Clemens Gordon (Viola), Emanuel Graf (Violoncello) und Professor Julian Riem am Flügel. Sie hatten zwei ganz gegensätzliche Stücke für dieses Kammerkonzert gewählt, nämlich Franz Schuberts ergreifendes Streichquartett Nr. 14, D 810 in d-moll („Der Tod und das Mädchen“) sowie Robert Schumanns kraftvolles Streichquintett op. 44 Es-Dur.

Das Streichquartett Nr. 14 von Franz Schubert (1797-1828) war 1824 entstanden. Es galt zunächst als unspielbar und wurde erst posthum veröffentlicht. Für Kammermusiker gilt es noch heute als sehr anspruchsvolles, aber auch hoch geschätztes Konzertstück. Die Münchner Musiker legten in Grassau höchste Konzentration in ihr Spiel. Abrupte Wechsel in Tempi und Dynamik charakterisieren die vier Sätze des Stückes. Den Interpreten, die jeder für sich höchste solistische Qualitäten zur Aufführung brachten, gelang es, die pessimistische Grundstimmung des Stücks vor allem im zweiten Satz, dem Andante, erlebbar zu machen. Trotz aller dramatischen Zuspitzungen in der Klangführung konnten sie den Zuhörern ein homogenes Klangerlebnis vermitteln.

Robert Schumann hatte sein Quintett 1842 in sehr kurzer Zeit geschrieben, es fiel in die Anfangsjahre seiner Ehe mit Clara, geb. Wieck, die bei der Uraufführung mit dem Leipziger Gewandhausorchester 1843 am Flügel saß und der das Werk auch gewidmet ist. Schumanns Kombination von Klavier und Streichquartett, damals völlig neu, etablierte einen Gattungstypus, den später viele Komponisten weiterführten. Ein besseres Konstrast-Erlebnis zum vorangegangenen Quartett als mit Schumanns Quintett hätten die Künstler nicht bieten können. Das in Es-Dur komponierte Stück sprühte vor Energie und Lebensfreude. Die Musiker boten dieses kammermusikalische Meisterwerk im Grassauer Heftersaal auf höchstem Niveau dar; klanglich stach auch hier die absolute Homogenität im Spiel hervor, der sich jeder der durchaus selbstbewussten Solisten ohne weiteres fügte.

Der Vorsitzende des Stiftungsvorstands der Sawallisch-Stiftung, Rupert Schauer, sprach voller Dankbarkeit darüber, dass die Stiftung solche Freunde in München habe. Ohne deren Hilfe und die Unterstützung weiterer Förderer wäre die musikalische Jugendförderung an der Musikschule Grassau nicht so weitreichend möglich. Das Publikum dankte den Münchnern mit überschwänglichem Beifall. Mit dem „Schatzwalzer“ von Johann Strauß in der Bearbeitung von Anton Weber gaben die Münchner dem, wie Wolf sagte, „traumhaften Grassauer Publikum“ noch eine charmante Zugabe. – ugr

 

Kammerkonzert_Staatsopernmusiker_2016_Mit JulianRiem

Englische und amerikanische Kammermusik aus dem 20. Jahrhundert gibt es am Samstag, dem 5. März 2016, in der Villa Sawallisch. Konzertbeginn: 17:00 Uhr.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht. Die Zuhörer erwartet ein kammermusikalisches „ Schmankerl“: Die Musiker die Pianistinnen Maria Bittl und Beatrice v. Kutzschenbach sowie die Musiker Sebastian Krause (Horn), Johann Schmuck (Posaune) und Udo Scheuerpflug (Tenor) führen selten gehörte, englische und amerikanische Kammermusik aus dem 20. Jahrhundert von Samuel Barber, Charles Small, Benjamin Britten und Erik Ewazen auf.

Platzreservierungen bei der Musikschule Grassau unter Tel. 08641 697940.

Lilian Pavlak, Geigenschülerin von Sabine Weiskirchner, hat in diesem Winter am Kinderorchester des Salzburger Mozarteums teilnehmen dürfen. Voraussetzung für die Mitgliedschaft in diesem EuRegio-programm war ein erfolgreich bestandenes Probespiel. Als Abschluss ihrer Probenzeit gaben die salzburgischen und bayrischen Kinder im Rahmen der Mozart-Woche am 31.1. und 1.2.2016 zwei Konzerte im Großen Saal der Stiftung Mozarteum. Auf dem Programm standen zwei Mozart-Sinfonien, ein Mozart-Klavierkonzert und das „Lied ohne Worte“ von Mendelssohn-Bartholdy.

 

MozartKinderorchester_2016_mit Lilian Pavlak

Heuer gab es im Vergleich zu 2015 seitens der Musikschule Grassau für den Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ in Waldkraiburg nur wenige Anmeldungen. Aber das Ergebnis war Spitze: Alle Teilnehmerinnen wurden mit 1. Preises belohnt. Den jungen Musikerinnen gilt unsere große Anerkennung für die gründliche Vorbereitung und die starken Leistungen bei den Vorspielen! Auch den beteiligten Lehrkräften Marlene Noichl, Sabine Huber und Sabine Weiskirchner vielen Dank. Der Landeswettbewerb für Bayern findet im März in Regensburg statt.

Und hier die Ergebnisse des Regionalwettbewerbs:

Klarinette:
Pauline Zeitel und Anna Maria Schuhböck (Klavier): AG IV, 23 Punkte: 1. Preis mit Weiterleitung

Zither:
Sophia und Maximiliane Gnadl, AG Ib, 24 Punkte: 1. Preis [in dieser AG noch keine Weiterleitung],
Kathi Osterhammer und Martina Apel, AG IV, 23 Punkte: 1. Preis mit Weiterleitung

Geige: Annabell Vacano, AG IV (als Jüngste dieser Altersgruppe), 24 Punkte: 1. Preis mit Weiterleitung.

 

 

 

KathiOsterhammer_MartinaApel_JuMusRW2016 AnnebellVacano_UrkundeRWPaulineZeitel_AnnaMAriaSchuhböck_JuMusRW2016 Sophia und Maximiliane Gnadl_JuMusRW2016

Standkonzert mit Riesen-Klassenmusizieren, Kinderorchester und Jugendkapelle

So viele musizierende Kinder und Jugendliche hat der Hefterstadel noch nie auf einmal gesehen: Das jeden Freitag im Sommer dort stattfindende Konzert der Marktkapelle war Ende Juni ganz in den Händen junger Kapellen. Den Anfang machte die große Gruppe des „Riesen-Klassenmusizierens“, also den Bläserklassen aus Reit im Winkl, Grassau, Bernau und Aschau. Dirigent war Sebastian Krause, der auch die Jugendkapelle Grassau leitet. Deren Programm wies schon große Fertigkeiten auf und gab einigen Solisten die Chance, ihr Können zu zeigen. Mit von der Partie war auch das von Capucine Mühlbauer geführte Kinderorchester, in dem die Grundlage gelegt wird für den musikalischen Nachwuchs. Ein gemeinsam gespieltes Stück zum Schluss brachte alle 60 Kinder und Jugendliche auf der Bühne zusammen – ein Bild großer musikalischer Energie der Jugend. Bei so vielen „Künstlern“ ist auch das Publikum zahlreich – der Hefterstadel war voller begeisterter Zuhörer. Die Ensemblearbeit für das Klassenmusizieren, das Kinderorchester und die Jugendkapelle Grassau wird auch von der Wolfgang Sawallisch-Stiftung gefördert. – ugr 27.6.2015