Spannendes Schülerkonzert der Musikschule Grassau

Im Mittelpunkt das Cembalo

Otto Dufter, der stellvertretende Leiter der Musikschule Grassau, kündigte bei seiner Begrüßung vor dem diesjährigen großen Schülerkonzert einen Überblick über die Musikschularbeit im laufenden Schuljahr an, und zwar in ausgesuchter Qualität, gespielt von fortgeschrittenen Schülerinnen und Schülern. Er behielt Recht. Das Konzert in der Aula der Grund- und Mittelschule Grassau war reich an ausgezeichneten Darbietungen. Was das Publikum in der voll besetzten Aula erlebte, zeigte einen hohen Ausbildungsstand an Blech- und Holzblasinstrumenten, an Zither, Diatonische Harmonika, Geige, Gitarre, Harfe, Klavier und Cembalo. Hier brillierten Schülerinnen und Schüler solistisch, und in Duos, Trios und Quartetten bewiesen die jungen Musiker ihr Können im Zusammenspiel. Die Musikschule Grassau ist äußerst findig im Zusammenstellen eigener Ensembles, z. B. ein Gitarrenquartett mit Kontrabass, Grass Brass, KnopfSoatnBlechBlosn, Salt ’n Pepper, Lonely Hearts Club Band.

Ein besonderer Programmschwerpunkt des Konzerts war das Cembalo. Dank  der Wolfgang Sawallisch-Stiftung verfügt die Musikschule Grassau über ein wertvolles zweimanualiges Instrument der Fa. Sperrhake. Die Pianistin und Musiklehrerin Beatrice von Kutzschenbach und einige Schülerinnen trugen speziell für Cembalo komponierte Stücke vor, um dieses Instrument, das seine Blütezeit vom 16. bis zum 18. Jahrhundert hatte, angemessen der Öffentlichkeit vorstellen zu können. Nicht bei jedem ist alte Musik besonders beliebt. Im Grassauer Schülerkonzert jedoch mit seinen gekonnten Darbietungen kam auch Johann Sebastian Bach gewitzt und frech rüber. Besonders apart waren die ungewöhnlichen Besetzungen wie Cembalo und Piccolotrompete (Florian Rödler), Cembalo und zwei Zithern – siehe Bild – ), Cembalo und Marimba (mit dem 16jährigen Schlagwerker Julian Steffl).

Neben dem Hörgenuss war augenfällig, wie begeistert sich die Jugendlichen „ihrer“ Musik widmen. Sie waren selbstbewusste Akteure in einem beachtlichen musikalischen Ereignis. Wie Musikschulleiter Wolfgang Diem in seinen abschließenden Worten sagte, liegt der Wert des Instrumentenlernens für junge Menschen nicht nur in guter musikalischer Betreuung durch die Lehrkräfte, sondern auch im Gruppenerlebnis durch Ensemblearbeit und in der wachsenden Erfahrung durch Auftritte. Alle Jugendlichen, die im Schülerkonzert zu hören waren, werden „mit Herzblut“ (Diem) durch die Musiklehrerinnen und –lehrer betreut und von der Wolfgang Sawallisch-Stiftung gefördert. ugr

Schülerkonzert2016